Thursday, September 29

Und: Nick war wieder da. Wir hatten ja schrecklich Zanke, weil der Captain unzuverlässig ist und Nick nicht jede Mail liest. Aber nun war Nick wieder da und das ist schön.

Ich kann hier unmöglich eine eigene Konzertkritik von mir geben. Ich war mächtig nervös, ja. Aber ich fand es sehr schön. Ruhig war es, melancholisch wurde es genannt, so manch ein Liebeskranker fühlte sich angesprochen (und überhörte freundlicherweise Mord und Totschlag). Nettes, aufmerksames Publikum, ist ja manchmal nicht so schön, wenn noch eine Vorband nervt, aber genervt haben wir nicht, hoffe ich. It’s too Late war sehr schön, und das Mädchen mit der Gitarre allemal. Die „Wunder von Deutschland“-Ansage wurde nicht verstanden. Kommt schon noch.

Die Frage nach Duo oder Big Band wurde diskutiert.

Die Jungs von Clem Snide sind nicht nur gut, sondern auch sehr nett. „Von den vielen Vorbands auf der Tour wart ihr eine der besten“, sagte mir Basser Brendan Fitzpatrick und das ist doch nett, oder? Ich nehme das für bare Münze und bin stolz. Jawoll.

Ich hab' hier, in meiner privaten Bloghütte, schon mal die ersten Eindrücke nach dem Clem Snide Vorsuppengig hinterlassen. War ein rundum schöner Abend. Der Captain wird sicher auch noch berichten.

Wednesday, September 28

Ich habe meinen Koffer schon gepackt. Wir sehen uns um 21:00 im LOGO.

Die Gästelistenplätze sind nun weg. Alle anderen dürfen dennoch kommen. Und das bitte rechtzeitig, wir beginnen um Punkt neun.

Tuesday, September 27

Ach. Es ist gar nicht so leicht gewesen, die Setlist für morgen zusammenzubauen, Lieder wie "Peaceful Kind" und "Sweet Carolina" müssen leider draußen bleiben, nachdem sie es doch in die letzte Runde des Song-Castings geschafft hatten. Und nachdem ich endlich einen Text für "Suzette" zusammen hatte, mußten wir leider erkennen, dass es nicht für die Mannschaft reicht. Dafür gibt es Neues. Also, liebe Weltpremierenfans, da müßt ihr schon aufschlagen, denn es gibt erstmals den Country-Kracher "You Owe me Nothing", den Bernie-Taupin-goes-Kettensägenmassaker-Schmachtfetzen "It's Too Late" (ein kettensägenbewaffneter Mensch wie Du und ich erzählt dem mittlerweise anwesenden Cop, dass er den Schrank, in dem sich seine Frau versteckte, aus Versehen zerteilt hat. Ob die Frau mit dem Schrecken davon kam, entscheidet die Tagesform des geneigten Hörers) und natürlich das wunderbare "Girl with the Guitar", höchstpersönlich für Judith Holofernes geschrieben, (naja eher geschrieben während Judith Holofernes mit Gummistiefeln bewaffnet im Fernsehen spielte). Das alles gibt es erstmals in der Stammbesetzung, zu zweit, als Duo. Die Marianne und Michaels der Vorgruppen sozusagen. Es wird groß, groß,groß, wenn ich nur nicht so aufgeregt wäre.

Die Zahl der Gästelistenplätze liegt nun nur noch bei einem. Danach entscheidet das Los.

Monday, September 26

Nachdem in Boogie's neuer Bloghütte die vakanten Gästelistenplätze für den Cpt.Stubing & the Loveboats und Clem Snide Gig im LOGO, am 28.09. ausgewürfelt wurden, stehen noch zwei Plätze zur freien Verfügung.

Thursday, September 22


Ja. Wir machen nun auch Jazz. Nachdem uns Holger unlängst davon überzeugte, dass unsere Lieder Takte haben, brachte uns Boogies fürwahr nicht neue, aber neu entdeckte Wundergitarre Tosca in harmonische Not. Sie ist etwas kurzhalsig, deshalb geht die altbewährte C-Stimmung nicht und nun müssen wir transponieren. Transponieren. Da hilft kein Deo, sondern nur musikalische Raffinesse. Das Klavier hat aber ausreichend viele schwarze Tasten und wir sind zufrieden. Heute Abend geht es wieder in Klausur und danach steht vielleicht die Setlist für Mittwoch und es werden viele neue Lieder dabei sein. Und dolle Tonarten.

Tuesday, September 13

Im Moment toben wir ja eher in dem einen oder anderen Blog und dieser hier geht leer aus, aber dennoch ist heute Dienstag und heute werden wir nicht wieder die Aufnahme verhunzen und wenn doch machen wir halt eine B-Seite. Nicht dass man uns nachsagt, dass wir aus lauter Angst vor Schwarzkopien lieber überhaupt keine Aufnahmen machen. Liebe Musikindustrie, wegggehört! Dies war keine Geschäftsidee.

Thursday, September 8

Auch hier vermeide ich Frauenthemen und beziehe mich wiederum auf den wundervollen Bericht von Haarbüschel. Er beschreibt den aufreibenen Alltag des Musikers unter besonderer Berücksichtung von Stadtfesten. Das Einzige, was mir fehlte, war der obligatorische Betrunkene vor der Bühne, der "Was schnelleres!!!" brüllt, oder "Rock'n Roll!!!". Wir hatten zum Beispiel am Rathaus eine nicht mehr ganz junge, aber dafür hinreichend abgefüllte Dame, die sich von unserem Soundcheck angegriffen fühlte und irgendetwas brüllte wie "Wollt ihr mich verarschen?". Auf schlechten Stadtfesten stört das sehr, aber manchmal, wenn es schön ist, wie auf dem Rathhausmarkt,neulich, entlockt es einem nur ein generöses Grinsen.

Was ich auch gut finde, sogar an den schlechten Stadtfesten, dass man sich immer auf die Stammfans verlassen kann. Jede meiner Bands hatte Stammfans. Nicht viele aber ja. Die kommen dann bei jedem Wetter und wenn sie da sind, kann man auch anfangen. Mehr kommen eh nicht. Da fällt mir auf: Was machen eigentlich Tessa und John???

Monday, September 5

Liebe Mitbewerber, sicher werdet ihr euch schon gefragt haben: "Wie machen die das nur? Keinen Plattenvertrag, kein Vertrieb, kein fettes Managment und trotzdem so tolle Supportgigs für Freakwater, Supersuckers, Terry Lee Hale und jetzt Clem Snide! Wie machen die das?" Die Antwort ist ganz einfach, liebe Kollegen. Das Zauberwort lautet "wohlerzogen". Ganz einfach. Wir geben uns sogar mit einem, statt der geforderten zwei, Wohnwagen hinter der Bühne zufrieden. Wenn das keine gute Kinderstube ist.

28.09.2005 - LOGO Hamburg 21:00 (MEZ)
Clem Snide (US) Support: Cpt.Stubing & the Loveboats

CSATLB

Gestern beim Duell half mir Angie. Ich bewachte die (ein-)schlafenden Kinder. Und in meiner Not wusste ich mir nicht anders zu helfen, als das Duell zu bemühen und da war dann der Porzellanverkäufer aus Lemgo und die Dame aus Templin und ich konnte nicht lange zuhören und nahm mir die Gitarre und irgendwie, Angie, kam mir mein Lied Mildred in Erinnerung. Ein Lied über die Frau als Trennungsgrund, über das Wesen, das Listen schreibt und einen auch sonst nicht in Ruhe lässt.

Ich fühlte mich schlecht dabei, weil so was ist sexistisch und herkömmlich aber immerhin, der Text ist ein ganzes Stück weiter, nun, und Angie nimm es positiv, wenn Du es hörst, musst Du vielleicht lachen und Deine nach unten gezogenen Mundwinkel werden möglicherweise nicht Dein Doppelkinn zerfurchen und das ist doch gut oder? Und für den Porzellanverkäufer mit den getönten Haaren werde ich niemals ein Lied schreiben, versprochen!

Sunday, September 4

Die kleine Folklorehymne "Can't get over you" jetzt mit Glöckchen-Outro von ebenso kleinen wie glücklichen Kühen.

Saturday, September 3

Lieder schreiben ist ja dann doch eher eine zufällige Sache. Es geht oder es geht nicht. Natürlich gibt es auch noch so was wie Ralph Siegel, der Lieder am Fließband schreibt, aber sowas bin ich nicht und dafür gibt es jetzt auch Computer und wenn man nicht weiß, wie sich sowas dann anhört, dann schaltet man das Radio an und dann weiß man es auch. Ich will aber nicht solche Lieder machen und deshalb ist es bei mir eine zufällige Sache.

Naja nicht ganz zufällig. In Phasen, wo was kommt, klappt es immer am Freitag abend oder am Samstag morgen. Ich schrub Lieder bei der Radio Bremen Talkshow und bei der Power-wiederholung von GZSZ. (ich weiß nicht warum ich manchmal Fernsehen schaue beim Liedermachen) .

Und was soll ich sagen: es war ein sehr gutes Wochenende. Es klappte Freitag abend und Samstag morgen. Freitag abend entstand eine wundervolles kleines Lied über einen Mann der beim ersten Date die Schwachstellen seiner Angebeteten sucht, weil er weiß, das es ja eh wieder so kommt , wie es immer kommt. ("Other side of you") . Das Lied wird sich derzeit im IPod neben Simon and Garfunkel wohlfühlen, aber Boogie ist ja auch noch da.

Und heute morgen? Am Klavier! Ich schrub mal wieder was am Klavier. Etwas, das klingt als ob Jackson Browne versucht, was für U2 zu komponieren. Dieses Lied wird Boogie nicht passieren, fürchte ich, er wird die Augenbraue heben und ich werde Bescheid wissen. Aber im Moment liebe ich es gerade sehr.

Hach für Narzissen wie mich ist so ein Blog etwa herrliches.

Friday, September 2

Ich mag mich ja der Kollegenschelte um Olli "Ringoklemmt" Dittsche nicht anschließen. Karneval und Kauntry eine Höllenhochzeit? Also, ich find ja, das das ein ganz entzückendes Bild abgeben würde:



B.

Es ist ja nicht immer ganz einfach, in einer Country-Band zu spielen. Ingo und Dittsche haben jetzt ja auch eine Country-Band und die heißt Texas Lightning. Und es ist der übliche Alptraum: alle haben weiße Hüte auf und sie haben tief in der Klamottenkiste gewühlt und ein wenig 70er-Jahre Mainstream Country ausgegraben und weil sie zugegebenermaßen sehr gute Musiker sind, stülpen sie dieses Korsett nun auch jedem Lied über, das nicht bei drei auf dem Baum ist. "Like a Virgin" im Country-Schmacht-Gewand? Kann man machen.

Muss man aber nicht. Man muss vor allen Dingen nicht daher kommen wie eine Redneckband und Kurmuschelrock machen. Die Leute finden es natürlich sehr gut. Wahrscheinlich weil es Ingo und Ditsche sind, denke ich. Aber auch, weil wir in Deutschland sind und die Deutschen sind ja sehr anfällig für Karneval.

Leider wird diese Einschätzung sehr torpediert durch die Tatsache, dass "Nowegian Wood" und vor allen Dingen „Man in the Mirror“ von dem freundlichen Vergnügungsparkbesitzer sehr, sehr überzeugend waren, gestern im Grünspan. Immerhin verabschiedete sich das Publikum, das permanent mit "Liebe Country-Freunde" angesprochen wurde, mit Fußballgesängen von der Band. Damit stimmt es wieder.
H.

Liebe dicke Neger in New Orleans! Könnt ihr Euch nicht einfach in die Pfütze legen und ersaufen? Merkt ihr nicht dass ihr die anderen stört, da oben in Boston, in Seattle und natürlich in Washington D.C.? Wisst Ihr was es bedeutet, wenn man noch nicht einmal fünf Wochen Urlaub machen kann? Offenbar nicht. Zum Glück gibt es noch Frau Kathleen Blanco. Die ist Gouverneurin eures sonnigen Staates und die kommt jetzt mit ihren Leuten und schießt Euch tot. Also wirklich!

Thursday, September 1

Die Rückkehr der Volksmusik. Ein erster kleiner Mixversuch von Can't get over you ist online.

B.

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